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Biometrisches Passbild digital: Was seit Mai 2025 für Ausweis und Reisepass gilt

Wer 2026 einen Personalausweis oder Reisepass beantragt, bringt kein Papierfoto mehr mit. Hier steht, wie das digitale Passbild funktioniert und wofür sich ein selbst erstelltes Foto weiterhin lohnt.

Früher ging man zum Fotografen oder in den Automaten, nahm vier Abzüge mit und legte sie im Bürgerbüro vor. Das ist vorbei. Seit dem 1. Mai 2025 sind für Personalausweise und Reisepässe ausschließlich digitale Lichtbilder zulässig. Dieser Beitrag erklärt, was das praktisch bedeutet, und trennt sauber zwischen Dokumenten, für die Sie kein eigenes Foto mehr verwenden können, und solchen, bei denen es weiterhin geht. Stand: Oktober 2026.

Was sich seit dem 1. Mai 2025 geändert hat

Die Stadt Köln hat die Umstellung zum Stichtag so mitgeteilt: Ausgedruckte Passbilder dürfen für Ausweise und Pässe nicht mehr verwendet werden. Als Grund nennt sie den Schutz vor Manipulation, insbesondere dem sogenannten Morphing, bei dem zwei Gesichter in einem Foto verschmolzen werden. Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW galt bis zum 31. Juli 2025 noch eine Übergangsfrist für Papierfotos. Sie ist abgelaufen.

Das digitale Bild wird bei der Beantragung mit Ihren Fingerabdrücken verknüpft und auf dem Chip des Ausweises gespeichert. Das Foto wird dabei nicht mehr ausgedruckt, sondern direkt an die Behörde übertragen.

Die zwei Wege zum digitalen Passbild

  1. Foto-Terminal in der Behörde: In vielen Bürgerbüros steht ein Selbstbedienungsterminal. Die Stadt München plant dafür etwa 5 bis 10 Minuten zusätzliche Zeit vor dem Termin ein. In Köln kostet die Bilderfassung am Terminal sechs Euro. Andere Kommunen können andere Gebühren haben.
  2. Zertifizierter Fotodienstleister: Fotostudios, Fotografen und einige Drogeriemärkte nehmen das Bild digital auf und übermitteln es verschlüsselt. Sie bekommen einen DataMatrix-Code, den Sie beim Termin vorzeigen. Die Behörde ruft das Bild damit ab. Laut Verbraucherzentrale NRW läuft die Übertragung über eine zertifizierte Cloud nach der BSI-Richtlinie TR-03170, und der Zugriff ist nur mit Ihrem Code möglich.

Die Stadt München empfiehlt, Babys und kleine Kinder vorab bei einem zertifizierten Studio fotografieren zu lassen, weil es am Terminal bei ihnen nicht immer zuverlässig klappt.

Und selbst gemachte Fotos?

Für Personalausweis und Reisepass: nein. Die Stadt Köln schreibt ausdrücklich, dass selbst erstellte digitale Fotos, etwa mit Foto-Apps, nicht verwendet werden können. Auch ein zuhause ausgedrucktes Foto ist keine Option mehr. Es gibt keinen Trick, den Sie mit einer App oder einem Bildbearbeitungsprogramm nachholen könnten, denn die Aufnahme muss in einem zertifizierten Verfahren entstehen.

Ehrlich gesagt: Das Passfoto-Werkzeug von DocPro erzeugt ein Bild im Format 35 x 45 mm, aber keinen DataMatrix-Code und keine Übertragung an die Behörde. Für den deutschen Personalausweis und Reisepass ist es deshalb nicht der richtige Weg.

Wofür ein selbst erstelltes Passbild weiterhin sinnvoll ist

Die Pflicht gilt für Ausweis und Reisepass. Für andere Anlässe entscheidet die jeweilige Stelle. Nach dem Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW (Stand 20. Juni 2025) gilt die Digitalpflicht nicht für den Führerschein, dort sind Papierfotos weiter zulässig. Fragen Sie vor dem Termin trotzdem bei Ihrer Führerscheinstelle nach, denn Verfahren ändern sich.

Weitere typische Fälle sind Visaanträge für Reisen, Pässe anderer Staaten, Anträge bei ausländischen Botschaften oder Bewerbungsunterlagen. Hier gelten die Vorgaben der ausstellenden Stelle. Lesen Sie deren Merkblatt und folgen Sie ihm, nicht pauschalen Online-Angaben. Für Reisedokumente anderer Länder finden Sie in der Passfoto-Übersicht nach Land die passenden Voreinstellungen.

Die Maße, wenn Sie ein Foto selbst vorbereiten

Das Auswärtige Amt nennt in seinem Merkblatt zu biometrischen Passfotos für die deutschen Vertretungen im Ausland diese Eckdaten:

Die häufigsten Gründe für eine Ablehnung sind Schatten im Gesicht oder auf dem Hintergrund, ein lächelnder Mund, Reflexe auf Brillengläsern und ein zu kleiner oder zu großer Kopf im Bild. Wenn Sie ein Foto für eine solche Verwendung vorbereiten, hilft Ihnen die Anleitung Passfoto zuhause erstellen bei Licht, Hintergrund und Ausdruck. Das Passfoto-Werkzeug schneidet auf 35 x 45 mm zu und läuft komplett im Browser. Ihr Foto wird nicht hochgeladen, was bei Gesichtsbildern ein echter Vorteil ist. Die Voreinstellung für Deutschland ist dort bereits angelegt.

So gehen Sie vor

  1. Klären Sie, wofür das Foto gebraucht wird. Ausweis oder Reisepass: Termin machen und Foto-Terminal oder zertifiziertes Fotostudio nutzen. Alles andere: Merkblatt der Stelle lesen.
  2. Beim Fotodienstleister fragen, ob er an die Behörde Ihres Wohnorts übermittelt, und den DataMatrix-Code bis zum Termin aufbewahren.
  3. Für andere Zwecke das Bild im Passfoto-Werkzeug auf das verlangte Format bringen und Maße mit dem Merkblatt abgleichen.
  4. Ein digitales Foto, das eine Online-Maske verlangt, ggf. mit Compress Image auf die geforderte Dateigröße bringen.

Bitte beachten Sie: Die Angaben zu Gebühren und Abläufen stammen von einzelnen Städten und können in Ihrer Gemeinde abweichen. Verbindlich ist immer die Auskunft Ihrer zuständigen Behörde.

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich mein Passfoto für den Personalausweis noch selbst ausdrucken?

Nein. Seit dem 1. Mai 2025 sind für Personalausweis und Reisepass nur digitale Lichtbilder zulässig, die am Terminal der Behörde oder bei einem zertifizierten Dienstleister entstehen. Ausdrucke und selbst erstellte Fotos werden nicht mehr angenommen.

Was ist der DataMatrix-Code beim Passbild?

Wenn ein Fotodienstleister Ihr Bild aufnimmt, wird es verschlüsselt in eine zertifizierte Cloud übertragen. Sie erhalten einen DataMatrix-Code, mit dem die Behörde das Bild beim Antrag abruft. Ein Ausdruck des Fotos ist nicht nötig.

Gilt die digitale Passbildpflicht auch für den Führerschein?

Nach dem Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW (Stand Juni 2025) nicht, dort sind Papierfotos weiter zulässig. Fragen Sie bei Ihrer Führerscheinstelle nach, ob das bei Ihnen noch so ist.

Welche Maße hat ein biometrisches Passfoto?

Das Auswärtige Amt nennt mindestens 35 x 45 mm und eine Gesichtshöhe von 32 bis 36 mm von Kinn bis Haaransatz, mit einfarbigem hellem Hintergrund.

Quellen

Quellen geprüft am 24. Oktober 2026